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Death Note: Light Up The New World - Filmposter
Original Title:
Desu Noto Light up the NEW world

Japan 2016

Genre:
Crime, Thriller, Fantasy

Director:
Shinsuke Sato

Cast:
Sosuke Ikematsu
Masahiro Higashide
Masaki Suda
Erika Toda
Mina Fujii
Rina Kawaei
Shido Nakamura
Ryosuke Takei
Sota Aoyama
Ippei Osako


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Death Note: Light Up The New World

Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 1

Story: Zehn Jahre sind vergangen, seitdem sich Kira und L in einem Duell des Geistes bekämpft haben. Doch die Sensenmänner haben auf Geheiß ihres Herrschers nun insgesamt sechs Death Notes auf die Erde gebracht. Wer den Namen einer Person dort hineinschreibt und sich dabei dessen Gesicht vorstellt, kann auf diese Weise töten. Ryuzaki (Sosuke Ikematsu) ist der Nachfolger von L und fängt einen der Besitzer eines solchen Death Notes, der willkürlich mordet. Die Polizei hat ebenfalls eine Spezialeinheit, von der auch Mishima (Masahiro Higashide) ein Teil ist, und diese arbeitet zum Teil widerwillig mit Ryuzaki zusammen. Da auf der ganzen Welt immer wieder Verbrecher sterben, glaubt man, dass Kira wieder aufgetaucht ist und tatsächlich meldet sich dieser bald bei der Polizei. Kira ist aber genauso wie L nicht mehr am Leben und so zeigt sich bald, dass hinter den Videobotschaften Shien (Masaki Suda) steckt, der Kiras Erbe fortsetzen will. Schließlich kontaktiert Shien die frühere Freundin Kiras, Misa Amane (Erika Toda), und gibt ihr eines seiner Death Notes. Shien hat bereits einige Besitzer der Notiznbücher ausgeschaltet und will alle sechs in seinen Besitz bringen. Dabei soll ihm Misa helfen, der er erzählt, dass Kira noch am Leben ist. Shien konfrontiert daraufhin Ryuzaki, da er weiß, dass die Polizei ebenfalls ein Death Note besitzt...

Filmroll Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 2 Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 3 Filmroll
Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 4

Kritik: Da aus Japan zur Zeit ohnehin nichts anderes kommt als Manga-Verfilmungen, darf man sich auch mal neben den ganzen Romantikstreifen eine Weiterführung des wahrscheinlich besten und intelligentesten Manga-Thrillers überhaupt ansehen. Auch mit seiner Realverfilmung konnte "Death Note" überzeugen, wenn auch nicht ganz die Genialität des Originals erreicht wurde. Der Erfolg war so groß, dass neben der offiziellen Fortsetzung "Death Note: The Last Name" auch noch ein Spin-Off zum Ermittler L in Form von "L: Change the World" seinen Weg auf die Leinwand fand. Diesen sollte man wohl besser vergessen und so war der Zweifel an der Qualität dieser eigenständigen Weiterführung der Geschichte um todbringende Notizbücher recht groß. Letzten Endes bekommt man aber durchaus einen netten Thriller, auch wenn die Schwächen des Streifens nur allzu offenbar sind.

Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 5

Zunächst einmal fällt auf, dass Regisseur Shinsuke Sato, der zuletzt mit der Manga-Verfilmung "I Am a Hero" punkten konnte, unnötigerweise versucht, noch einen auf die bisherige Geschichte draufzusetzen und daher gleich sechs Death Notes in den Plot einwebt. Letzten Endes ist das aber nur ein halbgarer Versuch, die Geschichte aufzuwerten, denn es gibt tatsächlich maximal drei Besitzer der Notizbücher gleichzeitig. Die Jagd wird durch mehr Death Notes auch nicht spannender. Darüber hinaus mangelt es dem Film an dem intelligenten Katz-und-Maus-Spiel des Originals. Die beiden Kontrahenten können nicht ansatzweise mit Kira und L und ihren Gedankengängen und Plänen um mindestens fünf Ecken mithalten. Dennoch wird der Versuch unternommen, so viele Wendungen wie möglich einzubauen. Das Endresultat kann natürlich nur sein, dass hier einiges recht unlogisch ist und sich manche Individuen sogar unwahrscheinlich dämlich benehmen.

Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 6

Ein mutmaßlicher Hacker soll mit Misa Kontakt aufnehmen. Also unternimmt die Spezialeinheit was? Genau, sie überwacht Misa über Videokameras, die natürlich gehackt werden. Und im entscheidenden Moment schafft es die Einheit nicht, ihre Gesichter beim Zugriff zu verbergen. Dabei ist das anscheinend nicht schwerer, als den Arm ein wenig vor den Mund zu bringen. Niemand hat aber ernsthaft erwartet, dass uns die Geschichte so sehr vom Hocker reißen wird, wie die Originale von Tsugumi Ohba und Takeshi Obata. Dennoch ist es fast schon ein Verbrechen, dass das Augenmerk von den Charakteren und ihrem geistigen Kampf gegeneinander verlagert wird auf ein Hin- und Herrennen, das eher dem typischen Thrillergenre gleicht. Damit ist auch die größte Schwäche angeschnitten. Die Protagonisten haben keine Chemie. Immerhin können Ryuzaki und Mishima gegen Ende so etwas Ähnliches kreieren, aber dann ist es schon zu spät.

Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 7

Selbstverständlich liegt die Messlatte durch Kira und L sehr hoch, aber hier konnte man sich anscheinend nicht entscheiden, ob man so nahe wie möglich an diesen Charakteren bleiben will oder etwas ganz anderes auf die Beine stellt. Das Ergebnis ist ein Mittelweg, der nicht zufriedenstellt. Shien, gespielt von Masaki Suda ("Assassination Classroom"), stellt den Bösewicht dar und ihm werden keine ernsthaften Ecken und Kanten verliehen. Sosuke Ikematsu ("After the Storm") spielt seine Rolle mit ein paar netten Eigenheiten, aber seine Gespräche mit seinem Erzrivalen sind schlichtweg langweilig. Nur gegen Ende zeigt sich in der Beziehung zwischen Ryuzaki und Mishima, verkörpert von Masahiro Higashide ("Creepy"), so etwas wie der Versuch, die Individuen näher zu beleuchten. Weil das aber ansonsten sträflichst vernachlässigt wird, verkommt Mishima aber fast schon zu einem Nebencharakter, was sich als problematisch erweist.

Filmroll Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 8 Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 9 Filmroll

Death Note: Light Up The New World - Film Screenshot 10

Statt intelligenter Schachzüge laufen die Protagonisten den Death Notes hinterher und damit oftmals schlichtweg im Kreis. Das ist frustrierend und rechtfertigt vor allem nicht die Laufzeit von 135 Minuten. Allerdings muss man "Light Up the New World" zu Gute halten, dass er seine Momente hat. Misa Amane, Erika Toda nimmt ihre Rolle aus dem Original wieder auf, hat eine schöne dramatische Szene und das Ende nach dem eigentlichen Finale kann auch überraschen und lässt natürlich Raum für eine Fortsetzung. Beim Ableben der Charaktere beweist der Film außerdem Mut. Wie gesagt hilft das aber nur geringfügig, wenn der Ideenreichtum des Originals nicht gegeben ist, was auch die eher langweiligen Sets betrifft. Ein großes Lob gebürt aber für die Kreation der Shinigami, die diesmal durch beeindruckende CGI-Effekte zum Leben erweckt werden. Kein Vergleich zum Original. Nur leider wirkt Ryuk dafür charakterlich diesmal um einiges platter. Hoffen wir, dass Regisseur Shinsuke Sato bei seiner nächsten Manga-Verfilmung "Bleach" etwas mehr Gefühl für das Zwischenmenschliche zeigt. "Light Up the New World" ist ein ordentlicher Thriller, aber wird dem Namen "Death Note" nicht ganz gerecht; auch weil der philosophische Aspekt des Grundthemas fallengelassen wird.

(Autor: Manfred Selzer)
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