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Blades of the Guardians - Filmposter
Original Title:
Biao ren: Feng qi da mo

China 2026

Genre:
Wuxia, Action

Director:
Yuen Woo-ping

Cast:
Wu Jing
Nicholas Tse
Yu Shi
Chen Lijun
Sun Yizhou
Ci Sha
Li Yunxiao
Tony Leung Ka-fai
Zhang Jin
Kara Wai
Zhang Yi
Jet Li
Wen Junhui
Liu Yaowen
Dong Sicheng


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Blades of the Guardians

Blades of the Guardians - Film Screenshot 1

Story: Dao Ma (Wu Jing) ist ein Kopfgeldjäger, der durch Wüstenorte streift und sich um den kleinen Xiao Qi kümmert. Als Governour Chang (Jet Li) ihm anbietet, seine Truppen auszubilden, lehnt er ab, denn er will sich nicht in die politischen Machtkämpfe einmischen. Nachdem Dao Ma dann einem Tavernenbesitzer zur Seite steht, als dieser von Soldaten attackiert wird, muss er selbst vor Changs Soldaten in die Wüste fliehen. Zum Glück kommt ihm Ayuya (Chen Lijun) zu Hilfe, die Tochter seines Freunds Lao Mo (Tony Leung Ka-fai), welcher der Dorfvorsteher von Mojia ist. Lao hat einen wichtigen Auftrag für den Kopfgeldjäger. Er soll einen maskierten Mann durch die Wüste nach Chang'an eskortieren. Bald stellt sich heraus, dass Dao wegen seiner Auseinandersetzung mit den Soldaten ein hohes Kopfgeld hat und dementsprechend von etlichen Banditen und Soldaten durch die Wüste verfolgt wird. Ferner zeigt sich, dass der Mann, den er sicher an sein Ziel bringen soll, der Revolutionär Zhishilang ist, auf den das höchste Kopfgeld des Landes ausgesetzt ist. Derweil gibt es unter den Wüstenstämmen Machtkämpfe, in denen auch Ayuya eine Rolle zukommt, die Dao begleitet. Die Hetzjagd durch die Wüste wird daher immer wieder von heftigen Auseinandersetzungen unterbrochen ...

Filmroll Blades of the Guardians - Film Screenshot 2 Blades of the Guardians - Film Screenshot 3 Filmroll
Blades of the Guardians - Film Screenshot 4

Kritik: Ich hatte die Gelegenheit, "Blades of the Guardians" im Zuge des Fantasy Film Fests auf der großen Leinwand zu sehen und das war tatsächlich ein großes Glück, da der Wuxia-Streifen eindeutig bildgewaltiger als alles ausfällt, was man sonst so in dem Genre antrifft. Die weiten Landschaftsaufnahmen der Wüste können da besonders punkten, auch wenn ich anfangs etwas skeptisch war, ob mir dieses Setting zusagen würde. Da aber hinter der Kamera Yuen Woo-ping mit seinen 80 Jahren nochmal Platz genommen hat, der sich für Filme wie "Tai Chi Master" oder aktueller "Master Z" verantwortlich zeichnet, war ich doch recht zuversichtlich, dass die Action stimmen würde. Und da lag ich keineswegs falsch, sofern man sich eben auch etwas für Wire-Fu begeistern kann. Auch mit Größen wie Wu Jing oder Nicholas Tse in den Rollen sollte man doch auf der sicheren Seite sein, da beide stets gute Action abliefern. Aber die Probleme liegen natürlich nicht an dieser Stelle.

Blades of the Guardians - Film Screenshot 5

Eine große Überraschung dürfte für die meisten wohl sein, Jet Li wiederzusehen, der wegen einer Erkrankung keine Actionszenen mehr drehen darf, bei dem sein Kreislauf beansprucht wird. Für Yuen Woo-ping hat Jet Li aber eine Ausnahme gemacht und dank einiger guter Schnitte und einem Stund Double sieht es tatsächlich so aus, als wäre er zurück. Leider handelt es sich aber nur um einen Cameo zu Beginn des Films, der allerdings zu einer der besten - vielleicht sogar der besten - Kampfszenen des Films führt und schon einmal zeigt, in welche Richtung es gehen soll. Man kann auch schwerlich sagen, dass die Action zu kurz kommt, jedoch muss man sich damit abfinden, auch noch ein wenig Geschichte vorgesetzt zu bekommen. Da der Film auf einem Manhua/Comic von Xu Xianzhe basiert, versucht man hier wohl so viel Material wie möglich zu verbauen. Mit leidlichem Erfolg. Letztendlich wirkt der Film durch zu viele Parteien überladen und viel Verständnis kann man dafür nicht aufbringen, weil zwei Drittel davon locker hätten gekürzt werden können. Den Bösewicht ein wenig aufzubauen, hätte vollkommen gereicht.

Blades of the Guardians - Film Screenshot 6

Durch die Vielzahl an Charakteren wirkt aber nicht nur der Bösewicht etwas flach, sondern auch die anderen Charaktere, von denen es auch ein paar recht interessante gibt. Da ist die Bogenschützin Ayuya, die anfangs schlicht abenteuerlustig und stets gutgelaunt ist, bis herbe Schicksalsschläge sie wachsen und bitter werden lassen. Aus den Veränderungen, die sie unterläuft, hätte man durchaus etwas machen können, sie passieren aber eher nebenbei, genauso wie der Rest der politischen Intrigen, die unnötig viel Zeit beanspruchen. Dann ist da noch der Rebellenanführer, der sich stets hinter einer Maske versteckt hält, aber wer erwartet, dass sich diesbezüglich etwas Besonderes ergibt, wird böse enttäuscht werden. Das gleiche gilt für den Schwertmeister, der sich selbst als Geist bezeichnet, und zufällig zur Gruppe stößt. Er hat einen gewissen Coolheitsfaktor, aber bekommt nie die Momente, die er wirklich verdient hätte. Dann ist da noch Nicholas Tse ("Raging Fire") als Antagonist, den eine gemeinsame Vergangenheit mit unserem Helden verbindet, aber eben jener Hintergrund wird immer nur direkt bei einem Aufeinandertreffen in Form einer Rückblende aufgegriffen, was uns keine Zeit gibt, uns emotional wirklich eingebunden zu fühlen.

Blades of the Guardians - Film Screenshot 7

Man könnte da noch ewig weiter ausführen, wie auch die Gefangene des Schwertkämpfers ein paar nette Momente hat, sodass die Charaktere insgesamt zwar immer noch nach Abziehbildern aussehen, trotzdem das Gefühl einer zufällig zusammengewürfelten Abenteurergruppe kreieren können, die bei ihren lebensgefährlichen Stationen in der Wüste ihren Spaß haben. Wu Jing ("SPL 2") kann mit seinem Charisma überzeugen - über die Actionszenen müssen wir ja gar nicht erst reden -, er trägt den Film gekonnt über die wichtigsten Momente, rückt aber auch zu oft in den Hintergrund. Die Personen haben Farbe, aber kaum Charakter, eben so ähnlich wie in manchem Anime. Der Held der Geschichte muss sich die ganze Zeit um ein Kind kümmern, also könnte man doch meinen, dass hier emotional auch das eine oder andere aufgefahren wird, damit Ereignisse auch ein besonderes Gewicht bekommen - doch Fehlanzeige. Dazu kommen etliche Szenen, in denen durch die Wüste geritten wird. Aber erstaunlicherweise fallen die dank der Bildgewalt und den immer wieder aufkommenden Auseinandersetzungen gar nicht so repetitiv aus.

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Blades of the Guardians - Film Screenshot 10

Die Kämpfe sind teilweise sehr innovativ. Da fällt zunächst der Kampf in einem Wüstensturm ein, aber auch ein Schwertkampf, bei dem die Klingen brennen, wirkt enorm beeindruckend, auch wenn man sowas schon ein paar Male gesehen haben mag. Überhaupt wirkt alles etwas epischer und beeindruckender und das liegt nicht nur daran, dass ich den Film im Kino gesehen habe. Beim Finale hat mir persönlich die Waffenwahl nicht gefallen, aber schlecht kann man den Showdown deshalb sicherlich nicht nennen. Ärgerlich ist allerdings, dass die Geschichte nochmal etwas in den Vordergrund geschoben wird und man sich fragt, warum einen denn jetzt diese oder jene Partei interessieren soll. Etwas chinatypisch gibt es auch noch ein oder zwei etwas zu pathetische Szenen. Trotz einiger Kritikpunkte bleibt aber dank der schönen Bildsprache, dem epischen Charakter der (flachen) Geschichte und den von Yuen Woo-ping gewohnt sauber choreografierten Kämpfen ein äußerst unterhaltsamer Wuxia-Streifen, vielleicht sogar einer der besten seit langem.

(Autor: Manfred Selzer)
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