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Bloodhounds - Season 2 - Filmposter
Original Title:
Sa-nyang-gae-deul si-jeun 2

South Korea 2026

Number of Episodes: 7
Genre:
Action, Thriller, Drama

Director:
Kim Joo-hwan

Cast:
Woo Do-hwan
Lee Sang-yi
Bi/Rain
Choi Si-won
Choi Young-joon
Park Hoon
Park Ye-ni
Lee Si-eon
Tae Won-seok
Hwang Dae-ki
Kang Min-ah
Yoon Yoo-sun


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Bloodhounds - Season 2

Bloodhounds - Season 2 - Film Screenshot 1

Story: Kim Geon-woo (Woo Do-hwan) und Hong Woo-jin (Lee Sang-yi) konzentrieren sich mittlerweile aufs professionelle Boxen, nachdem sie gezwungenermaßen eine Gangsterorganisation auseinandergenommen haben. Geon-woo gewinnt dann tatsächlich einen Titel, während Woo-jin sich als sein Trainer einen Namen macht. Mit dem Erfolg erregt Geon-woo aber auch die Aufmerksamkeit des Gangsters Im Baek-jeong (Rain), der eine MMA-Organisation im Untergrund leitet. Baek macht viel Geld mit den Online-Wetten auf die illegalen Kämpfe, doch fehlt ihm noch ein gutes Zugpferd. Da kommt Geon-woo gerade richtig. Er stattet ihm einen Besuch ab und bietet ihm viel Geld, sollte er für ihn arbeiten. Geon-woo hat - speziell nach seinen früheren Erfahrungen - überhaupt kein Interesse an derlei illegalen Aktivitäten, aber Baek gibt sich damit nicht zufrieden. Er beauftragt seine Leute, Geon-woos Mutter zu entführen, was die beiden Boxer Geon-woo und Woo-jin allerdings verhindern können. Fortan müssen die beiden Freunde und Geon-woos Mutter an einem geheimen Ort unterkommen. Sie suchen Rat und Hilfe bei der Polizei. Glücklicherweise kennen sie dort Detective Min (Choi Young-Joon), der ihnen noch etwas schuldet. Zudem können sie auch auf die Hilfe ihres alten Freundes Moon Gwang-mu (Park Hoon) zurückgreifen, der als Kredithai Verbindungen in die Unterwelt hat und so an Informationen herankommt, die der Polizei verschlossen bleiben. Mit dieser Unterstützung scheint es möglich, die Machenschaften Baeks aufzudecken und ihn hinter Gitter zu bringen. Jedoch ist Baek-jeong völlig unberechenbar und geht über Leichen ...

Filmroll Bloodhounds - Season 2 - Film Screenshot 2 Bloodhounds - Season 2 - Film Screenshot 3 Filmroll
Bloodhounds - Season 2 - Film Screenshot 4

Kritik: Normalerweise bin ich mir bei Serien unschlüssig, ob es überhaupt einen Mehrwert hat, eine Kritik zu einer weiteren Staffel zu schreiben. Wahrscheinlich bekommt man ohnehin einfach nur mehr vom Altbekannten, zumal ich bei Serien wie "Squid Game" direkt darauf verzichtet habe, die dritte Staffel zu besprechen, da es sich ohnehin nur um die Fortführung der zweiten gehandelt hat. Bei der zweiten Staffel von "Bloodhounds" hatte ich jedoch das starke Bedürfnis eine Rezension zu verfassen, weil sich zwar an dem orientiert wird, was wir in der ersten Staffel zu sehen bekommen haben, die Serie darüber hinaus aber qualitativ um einiges besser ist als die meisten Filme und sich somit als Fortsetzung präsentiert, die bei den Stärken nochmal eine gehörige Schippe drauflegt und die meisten Schwächen auszumerzen weiß. Mit anderen Worten handelt es sich um eine Vorzeige-Fortsetzung, die Fans der ersten Staffel äußerst zufriedenstellen wird und weiterhin einmal mehr zeigt, wie hoch die Qualität einer Serie ausfallen kann, und damit die meisten teuren Actionfilme in den Schatten stellt, wenn die richtigen Leute involviert sind.

Bloodhounds - Season 2 - Film Screenshot 5

Vorweg sollte vielleicht festgehalten werden, dass es gar nicht nötig ist, die erste Staffel der Serie zu sehen. Es gibt zwar unzählige Charaktere, die wieder auftauchen, sodass man das Gefühl haben könnte, irgendwas verpasst zu haben, aber wenn man ehrlich ist, tut das für den Verlauf der hier erzählten Geschichte überhaupt nichts zur Sache. Emotional wird man aber natürlich ein paar schöne Momente haben können, wenn man sich noch an gewisse wiederkehrende Gesichter erinnert. Wie bereits in der ersten Staffel liegt der Schwerpunkt auf einer Mischung aus knallharter Action, Thriller und vor allem Drama, wobei letzteres eher eine untergeordnetere Rolle verglichen mit der ersten Staffel einnimmt. Damit wurde auch eine der wenigen Schwachpunkte ausgemerzt. Die Geschichte spielt aber weiterhin damit, dass wir zwei im Ring knallharte Typen vorfinden, während die gleichen zwei Personen außerhalb eines Kampfs beinahe auf schon übertriebene Weise liebenswert und gutherzig sind. Es gibt natürlich auch wieder etwas Drama, schließlich wird mehr als einmal die Mutter gekidnappt bzw. ein Entführungsversuch unternommen. Schade ist in dem Zusammenhang aber, dass die Mutter selbst keinerlei Charakter geschenkt bekommt - sie bleibt einfach ... die Mutter.

Bloodhounds - Season 2 - Film Screenshot 6

Am beeindruckendsten an der zweiten Staffel von "Bloodhounds", selbstverständlich neben der Action, über die ich noch genug Worte verlieren werde, ist das Tempo. Vielleicht gibt es ein oder zwei Szenen, die das Tempo unnötig etwas nach unten schrauben. Davon abgesehen gibt es ohne Unterlass Entwicklungen, Auseinandersetzungen und strategische Meetings, in denen nicht nur trocken dahergeredet wird. Es werden auch ständig neue Charaktere vorgestellt, von denen einige eigentlich alte Bekannte sind, und jeder nimmt im großen Spiel eine Rolle ein, wenn auch nur kurz und man sich bei dem einen oder anderen wünschen würde, dass da nicht nur an der Oberfläche des Charakters gekratzt würde. Das betrifft die im Rollstuhl sitzende "Hackerin" als auch ein wiederkehrendes Gesicht gegen Ende. Aber das ist schon in Ordnung, weil der Unterhaltungsfaktor und das Tempo eben so ungemein hoch sind. Regisseur Kim Joo-hwan ("The Divine Fury") beweist ein unglaublich sicheres Händchen dafür, seine Geschichte in Bewegung zu halten. Daneben bekommen wir auch noch herausragende Action und vor allem einen großartig hassenswerten Bösewicht, der immer weiter aufgebaut wird. Aber auch ein paar der Handlanger des Bösewichts können ein paar Ecken und Kanten erhalten.

Bloodhounds - Season 2 - Film Screenshot 7

Bi ("I'm a Cyborg but that's ok") konnte bereits in "Ninja Assassin" sein beeindruckendes physisches Erscheinungsbild zur Schau stellen und auf Action-Ebene überraschen. Wer ihn darin nicht gesehen hat, wird sehr wahrscheinlich große Augen machen, wenn Bi das erste Mal in den Ring steigt. Davon abgesehen kann er aber vor allem enorm einschüchternd, bedrohlich und unberechenbar wirken, was ihn dank seiner Leinwandpräsenz zu einem der besten Bösewichte der letzten Jahre macht, zumindest sofern wir uns im Action-Genre umschauen. Im Ring wiederum liefert er absolut ab, wie natürlich auch Woo Do-hwan. Ich werde ein paar Worte aus der Besprechung der ersten Staffel wiederholen müssen: Boxen ist nicht wirklich mein Favorit unter den Kampfkünsten, aber die Power, Ästhetik und Choreografie in dieser Serie machen "Bloodhounds 2" zu einem absoluten Muss für Martial-Arts-Fans. Selten habe ich so einen Adrenalin-Kick erlebt, wenn sich Geon-woo tänzelnd und pendelnd auf seine Gegner zubewegt oder sich gleich durch eine ganze Gruppe schlängelt und dabei seine Schläge austeilt. Die Schnelligkeit (ich konnte nicht mal vernünftige Screenshots machen, so schnell sind die meisten Schläge) und ausgefeilte Choreografie schaffen genau die richtige Balance zwischen "schön anzusehen" und "brutal".

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Übrigens scheint die zweite Staffel zumindest teilweise nochmal um einiges brutaler als der Vorgänger. Das versprüht zwar nicht unbedingt Realismus, denn eigentlich müsste man nach einem der Kämpfe erstmal monatelang im Krankenhaus liegen, aber es gibt uns immer wieder das Gefühl, dass hier etwas auf dem Spiel steht. Unsere Helden bluten nämlich ständig oder haben Verletzungen, die einen Einfluss auf weitere handgreifliche Auseinandersetzungen haben. Die vorletzte Folge ist actiontechnisch dann ein solches Highlight, dass das Finale dagegen fast schon etwas ernüchternd wirkt. Aber auch der Endkampf liefert genau genommen exakt das, was wir uns gewünscht haben. Nach dem Erfolg der Serie - und die Fortsetzung wird da keine Ausnahme darstellen, da alles nochmal um einiges ausgefeilter ist - sollte eine dritte Staffel so gut wie beschlossen sein und darauf baut der Regisseur auch auf. Das bedeutet, dass das Finale der Serie ein sehr abruptes Ende liefert. Der Epilog fällt überraschend winzig aus und das Schicksal einiger Personen bleibt in der Schwebe. Jedoch gibt es eine Entwicklung, die mir sehr gefallen hat. Geon-woo ist zwar immer noch der Vorzeigeheld mit einem Herzen aus Gold, aber er sieht so langsam ein, dass er zu naiv ist und man manchmal etwas schmutziger agieren muss, um das Gute zum Sieg zu führen. Da gibt es hoffentlich noch ein paar interessante Charakterentwicklungen in Zukunft, denn hier gibt es durchaus noch Verbesserungsbedarf. Davon abgesehen ist "Bloodhounds" eine der besten Serien, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.

(Autor: Manfred Selzer)
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