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Original Title:
Cheng chong chui lui chai 2004

Hong Kong 2004

Genre:
Comedy

Director:
Wong Jing

Cast:
Chapman To
Eric Tsang
Shawn Yue
Lam Tze-Chung
Nat Chan Candice Yu Raymond Wong Jerry Lamb Wong Jing


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Love is a many stupid Thing

Story: Die drei Polizisten Yan (Chapman To), Keung (Shawn Yue) und Fatty (Lam Tze-Chung) werden von Inspector Wong (Nat Chan) auf eine Undercovermission geschickt. Sie sollen den Gangster Sam (Eric Tsang) ausspionieren. Doch sie müssen herausfinden, dass dieser gar keinen illegalen Geschäften nachgeht. Wong ist allerdings besessen davon etwas gegen Sam zu finden, um seine alte Jugendliebe, Sams Frau (Candice Yu), wiederzugewinnen.
Doch Sam hat noch ganz andere Probleme, denn Lung Wing-Hau (Jerry Lamb) hat die Geschäfte seines kürzlich verstorbenen Vaters übernommen und will die restlichen Gangsterbosse, sowie Sam, aus dem Weg räumen. Allerdings hat Sam noch einen Ass im Ärmel, nämlich den Gangster Lau (Raymond Wong), der sich bei der Polizei als Maulwurf eingeschlichen hat. Das alles hilft ihm aber sehr wenig, denn seine einzigen weiteren Untergebenen sind die 3 Undercoverpolizisten, die nur an 3 Polizistin-Kolleginnen interessiert zu sein scheinen.
Zwischen den verschiedenen Parteien muss es unweigerlich zu einem letzten Showdown kommen.

Kritik: Eine Veralberung von "Infernal Affairs"? Hört sich interessant an. Doch wer ist für den Film verantwortlich? Wong Jing. Da kann einem nur Übles schwanen. Und das nicht zu unrecht...
Relativ flott wird man in den Film geworfen und direkt am Anfang gibt es schon die erste "IA"-Anspielung. Mag ja alles noch vielversprechend sein, doch etwas wundert man sich schon warum aus Yans Rolle des Undercover-Cops plötzlich drei Personen geworden sind. Das hat alles (k)einen Grund. Nur so scheint es nämlich möglich eine hirnrissige Story von drei Jungs, die den Röcken einiger gutaussehender Mädels hinterher rennen, mit einzuarbeiten. Genau hier scheitert dann auch der ganze Film. Schlechte Gags, kindische den-Frauen-hinterherjagen Szenen, und irgendwie allgemeine, sowie absolute Sinnentleerung.

Narrativ und storytechnisch ist der Film eine Katastrophe. Immer mal wieder gibt es einige Schlüsselszenen, die aus der "Infernal Affairs"-Reihe genommen wurden, und zugegeben sehr gekonnt nachgedreht wurden. Natürlich nicht ohne nötigen Humor. Interessanterweise sind es auch nur jene Szenen, die wirklich lustig sein können. Obwohl es auch hier Wong Jing nicht verpasst hat ab und an mal gehörig daneben zu greifen. Doch das wäre alles entschuldbar, wenn diese unwahrscheinlich idiotischen Slapstick-Einlagen von thailändischen Masseusen, dargestellt von unseren drei Hauptprotagonisten, einer alternativen Methode der Brustvergrößerung, oder einer schrecklich dummen Lügendetektorszene, nicht gewesen wären. Dazu noch schnelle Schnitte, überdrehte Musik (wobei hier zumindest die ab und an veralberten "Infernal Affairs"-Themes gefallen können), Storyfetzen, die nicht mal als solche bezeichnet werden dürfen, und schon haben wir den grauenhaft wirren Salat.

Immerhin nett zu sehen ist, dass es viele der Original-Darsteller der "Infernal Affairs"-Reihe in den Film geschafft haben. Da wäre zuallererst natürlich Chapman To, der diesmal Tony Leungs Rolle von Yan übernimmt, oder Eric Tsang, der in seine alte Rolle schlüpft. Hier ist allerdings wieder der Haken. Wenn "Love is a many stupid Thing" eine gute Veralberung geworden wäre, dann wäre das alles schön und gut gewesen. Aber genau das ist eben nicht der Fall, und so hat man das Gefühl, dass allen voran Eric Tsang das Originalwerk in den Schmutz zieht. Ich frage mich sowieso wie ein so guter und ernstzunehmender Schauspieler wie Tsang immer nur wieder Rollen in solch schlechten Filmen übernehmen kann.
Neben Tsang schaffen es aber noch einige andere kleinere Personen aus Sams Original-Gang in den Film, was beim Zuschauer für ein erkennendes Lächeln sorgen kann. Chapman To gibt als Yan auch eine einigermaßen ordentliche Darstellung ab, aber eben auch nur in den Szenen, die sich explizit auf die "IA"-Reihe beziehen. Der Rest ist grauenhaftester Slapstick ohne Grund und Boden. Der Fakt, dass ausgerechnet Raymond Wong (!) als Lau eine recht gute Figur abgibt sollte zu denken geben. Nicht für seine schauspielerischen Glanzleistungen bekannt, schafft es Wong hier immerhin seinem Charakter den Hauch von Undurchschaubarkeit zu geben.

Das Thema hätte so viele Gelegenheiten für einige tolle Gags gegeben, doch das wurde alles aufs Gründlichste versaut. Dabei gibt es einige ziemlich lustige Szenen, wie z.B. Inspektor Wongs Todesszene, und die kurz vorher eingespielte John Woo und Bruce Lee-Veralberung. Gerade das Auge für die kleinen Details betreffend der Nachstellung der "IA"-Szenen ist wirklich zu loben, aber zwischen diesen wenigen guten Gags, gibt es Dutzende von schlechten, die einem fast schon körperliche Schmerzen bereiten. Was hat sich Wong Jing nur dabei gedacht?! Die meiste Zeit hat man das Gefühl, dass es kein wirkliches Script gab und die Darsteller einfach mal drauf los spielen sollten. Überhaupt hat die Produktion so ausgesehen, als wenn sie innerhalb von einer Woche abgedreht worden wäre, wenn nicht hier und da ersichtlich gewesen wäre, dass man wohl zumindest etwas mehr Geld als nötig in den Film gesteckt hat.

Um es noch einmal zu betonen: "Love is a many stupid Thing" ist Blödsinn der untersten Schublade. Wong Jing hat es (wieder einmal) geschafft seinen zweifelhaften Ruf weiter auszubauen. Doch er macht immer noch Filme... Wahrscheinlich weil es wirklich Personen gibt, die sich diesen Film ansehen werden. Mein Urteil lautet aber ganz deutlich, Finger weg! Kenner von "Infernal Affairs" werden immerhin ein paar wenige lustigen Momente haben, doch die etlichen misslungenen Lückenfüller machen den Film fast schon zu einer Qual. Schade, denn das bedeutet wohl, dass es keine gute "IA"-Veralberung mehr geben wird. Wer ein solches Meisterwerk auf die Schippe nehmen will, sollte aber auch versuchen wenigstens einen soliden Comedy-Film auf die Beine zu stellen. Und genau hier wurde versagt.
Diejenigen die dennoch an "Love is a many stupid Thing" interessiert sind, aus welchen Gründen auch immer, sollten ihn sich einfach mal ausleihen, sofern die Möglichkeit dazu besteht. Ein Kauf wäre eine unwahrscheinliche Geldverschwendung und würde außerdem Leute wie Wong Jing dazu animieren, weiterhin solche Filme wie diesen auf den Markt zu bringen...

(Autor: Manfred Selzer)
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