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Bakuman - Filmposter
Original Title:
Bakuman

Japan 2015

Genre:
Drama

Director:
Hitoshi One

Cast:
Takeru Satoh
Ryunosuke Kamiki
Nana Komatsu
Takayuki Yamada
Shota Sometani
Lily Franky
Kankuro Kudo
Kenta Kiritani
Hirofumi Arai
Sarutoki Minagawa


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Bakuman

Bakuman - Film Screenshot 1

Story: Moritaka Mashiro (Takeru Satoh) hat als Kind stets seinem Onkel zugesehen, wie dieser als Manga-Künstler in seiner Profession aufging. Auch Mashiro hat sich daher sehr für Mangas interessiert. Doch eines Tages starb sein Onkel an Überarbeitung, gerade als sein Manga abgesetzt wurde. Mashiro hat sich daher von der Idee, selbst ein Manga-Zeichner zu werden, losgelöst, weiß aber immer noch nicht, was er in Zukunft machen will. Dabei ist er bereits in der Oberschule und hat nicht mehr viel Zeit, sich zu entscheiden. Er ist allerdings heimlich in das Mädchen Azuki (Nana Komatsu) verliebt. Als sein Mitschüler Takagi (Ryunosuke Kamiki) seine Zeichnungen von ihr findet, bewundert er Mashiros Talent und schlägt vor, dass sie zusammen als Manga-Künstler durchstarten, da er unzählige Ideen für Geschichten habe. Die beiden wollen bei dem größten Manga-Verlag, Shonen Jump, einen Entwurf ihres Mangas vorstellen. Dort treffen sie auf den Redakteur Hattori (Takayuki Yamada), der ihnen klar macht, dass sie noch einiges verbessern müssen, aber unzweifelhaft Talent haben, zumal sie erst vor Kurzem angefangen haben zu zeichnen. Sie haben aber einen direkten Rivalen in Eiji (Shota Sometani), ebenfalls ein Oberschüler, der vom großen Durchbruch träumt, und viel mehr Talent mitbringt...

Filmroll Bakuman - Film Screenshot 2 Bakuman - Film Screenshot 3 Filmroll
Bakuman - Film Screenshot 4

Kritik: Wer denkt, dass es schwierig sein muss, ein Manga-Künstler zu sein, der sollte "Bakuman" sehen. Denn dann ist jeder Zweifel darüber aus der Welt geschafft. Nach diesem Film wird man sich fragen, warum überhaupt irgendjemand dieser Profession folgt. Die Antwort ist natürlich, dass man mit Herz und Seele in diesem Beruf aufgehen können muss. Und tatsächlich dreht es sich in dieser Manga-Adaption um zwei Individuen, die ihren Lebenstraum erfüllen wollen. Nur so kann man die vielen Rückschläge ertragen und die ungeheure Arbeit bewältigen. Der Blick des Films auf die Schwierigkeiten, die man als Mangaka (Manga-Zeichner) hat, ist keinesfalls beschönigend, doch der Enthusiasmus und die Entschlossenheit der beiden Protagonisten ist ansteckend. Viele bunte Charaktere, ein insgesamter bunter Verlagsbereich, in den wir Einblick bekommen, und ein toller Schnitt machen "Bakuman" zu einer gelungenen Manga-Adaption.

Bakuman - Film Screenshot 5

Allerdings sollte ich mit dieser Aussage vielleicht vorsichtig sein, da ich weder das Original gelesen, noch den Anime gesehen habe. Und das ist eigentlich verwunderlich, stammt das Original doch von Tsugumi Oba und Takeshi Obata, die zusammen bereits den fantastischen Manga "Death Note" geschaffen haben. In "Bakuman" verarbeiten sie ihre Erfahrungen in der Manga-Industrie und schaffen damit ein Werk, das auf einer interessanten Meta-Ebene arbeitet. Umso mehr in dieser Live-Action-Adaption, in der gezeichnete Charaktere wieder von Menschen porträtiert werden und damit wieder näher an die Realität geführt werden. Es dürfte aber selbstredend sein, dass einige Abstriche gegenüber dem Original gemacht wurden. Wie ich erfahren habe, betrifft das vor allem eine Vielzahl von Charakteren, die entweder ganz herausgefallen sind oder viel flacher ausfallen.

Bakuman - Film Screenshot 6

Es ist aber immer eine undankbare Aufgabe, eine umfangreiche Serie auf einen 2-Stunden-Film herunterzubrechen. Das wird vor allem in der kleinen Romanze offensichtlich. Positiv an dieser ist, dass sie nicht zu sehr in den Vordergrund gedrängt wird. Negativ ist aber, dass man klar erkennt, dass diese doch einen weitaus größeren Einfluss auf Mashiros Entschlossenheit, ein erfolgreicher Mangaka zu werden, ausgeübt hat, als man hier wirklich zu sehen bekommt. Das Grundgerüst ist eindeutig da, aber es mangelt doch ein wenig an emotionaler Vereinnahmung des Zuschauers. Stattdessen erweist sich die Liebesgeschichte lediglich als unschuldig und vielleicht auch etwas naiv. Auch Eiji, gespielt von Shota Sometani ("Parasyte"), lässt erkennen, dass sein Charakter vielschichtiger ist, als man in dem Film tatsächlich zu sehen bekommt. Immerhin stellt er mit seiner Natur einen interessanten Querverweis zu L aus "Death Note" dar.

Bakuman - Film Screenshot 7

Die beiden Hauptdarsteller dürfen mit ihrer Leistung auf jeden Fall zufrieden sein. Takeru Satoh und Ryunosuke Kamiki waren beide zusammen bereits in "Rurouni Kenshin: The Legend Ends" als Widersacher zu sehen und geben in "Bakuman" ein tolles Duo ab. Besonders die körperliche und geistige Erschöpfung, die ihrer vielen Arbeit geschuldet ist, wissen sie hervorragend zu tragen. Ebenso können sie in ein paar emotionaleren Momenten punkten. Zu den beiden gesellen sich eine Vielzahl weiterer Personen, die ihre Liebe zu Mangas teilen. Diese bleiben zwar wegen der Laufzeit eines einzigen Films alle etwas flach, aber sie sind schillernd genug, dass man hinter ihnen faszinierende Persönlichkeiten vermuten kann. Und das ist, wenn man ehrlich ist, fast schon mehr, als man bei Manga-Adaptionen erwarten darf.

Filmroll Bakuman - Film Screenshot 8 Bakuman - Film Screenshot 9 Filmroll

Bakuman - Film Screenshot 10

Die Geschichte ist trotz der beiden Jugendlichen im Fokus insgesamt sehr erwachsen, was sich besonders in den Hindernissen, die ihnen im Weg stehen, zeigt. Gleichzeitig handelt es sich aber auch um einen Film über das Erwachsenwerden, denn Mashiro und Takagi wachsen an ihren Aufgaben auch als Individuen. Und wir haben hier eine Underdog-Geschichte, wie in den vielen Sportfilmen, in denen sich ein unbekanntes, wenig erfolgreiches Team mit Herz an die Spitze kämpft. Alle diese Teile werden gut getragen, weil man sich sofort mit den Protagonisten identifizieren kann. Gleichzeitig lernen Neulinge auf dem Gebiet des Mangas einiges dazu. "Bakuman" zielt letztlich nicht nur auf Manga-Enthusiasten ab und das ist eine gute Entscheidung. Dennoch gibt es natürlich viel aus dem Alltag eines Mangakas zu sehen. Besonders positiv hervorzuheben ist hier das Sound-Design, wenn wir beispielsweise die verschiedenen Stiftstärken über Papier fahren hören. Aber auch visuell besticht der Film nicht nur durch einen tollen Schnitt, sondern auch einige sehr sinnvoll eingesetzt Spezialeffekte. Schlussendlich macht das "Bakuman" zu einer gelungenen Manga-Adaption, dessen einzelne Story-Elemente lediglich ein klein wenig besser ausformuliert hätten werden müssen.

(Autor: Manfred Selzer)
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